Ich heiße Maria Paier (sie/ihr). Als verhaltenstherapeutisch, sexualtherapeutisch und traumatherapeutisch (i.A.) tätige Psychotherapeutin in Wien begleite ich Erwachsene in Einzeltherapie, Coaching sowie Paartherapie und Beziehungstherapie.
Ich arbeite traumasensibel, ressourcenorientiert, achtsam, transparent und diskriminierungssensibel – in Ihrem Tempo, mit Respekt vor Ihren Grenzen und offen für LGBTQIAP+, queere Lebensweisen sowie Anliegen rund um Neurodivergenz.
Zur Qualitätssicherung nehme ich regelmäßig an Supervision und Selbsterfahrung teil und befinde mich derzeit in Weiterbildung in Trauma-Psychotherapie (ZAP), unter anderem mit Bezug zu EMDR und Ego-State.
Gerne empfehle ich nachstehende Kolleginnen oder setze Sie auf die Warteliste (Termine zw. 10–16 Uhr möglich).


50 Minuten - 120 €
80 Minuten - 220 €
(ab 3 Personen)
80 Minuten - 260 €
Ich begleite Sie bei Ängsten, Panikattacken, depressiven Verstimmungen, Erschöpfung oder Burnout, Zwängen und Schlafproblemen. Auch Herausforderungen wie Ess- oder Substanzprobleme, chronische Schmerzen, somatoforme Reaktionen, Wahrnehmungsveränderungen oder Psychoseerfahrungen finden hier einen sicheren Raum.
Ich begleite Sie traumasensibel und traumatherapeutisch (u. a. mit EMDR u. Ego-State-Therapie), achtsam und ressourcenorientiert, mit Fokus auf Sicherheit, Stabilisierung und Respekt vor Ihren Grenzen – immer in Ihrem eigenen Tempo.
Sicher, wertfrei und kink-aware. In der Sexualtherapie begleite ich Sie in Wien bei Fragen zu Sexualität, Lust, Beziehung, Intimität und Identität.
Therapieraum für queere Lebensrealitäten, Identität, Coming-out, Diskriminierung, vielfältige Beziehungsformen (z.B. monogam, polyamor, offen, beziehungsanarchie). Begleitung von trans* Personen und Themen rund um Transidentität, Transition und Selbstfindung.
Belastende Beziehungsmuster, Herausforderungen mit Nähe und Distanz, belastende Konfliktdynamiken.
Das Leben mit Neurodivergenz, wie ADHS, Autismus & AuDHD, wird hier als Teil menschlicher Vielfalt verstanden – nicht als Mangel oder Defizit.
Die eingesetzten Methoden orientieren sich stets an Ihrem individuellen Bedarf und Ihrem persönlichen Tempo. Ziel ist es, Sie achtsam, respektvoll und bedürfnisorientiert zu begleiten – so, wie es für Sie stimmig ist.
z. B. Stabilisierung, Ressourcenarbeit, Verarbeitung belastender Erinnerungen (u. a. EMDR, Ego-State-Therapie)
z.B. Verhaltensexperimente, Inhibitionstraining, Skilltraining (DBT), Soziales Kompetenztraining
z.B. Entspannungs- & Genusstrainig Akzeptanz, kognitive Defusion
z.B. Schematherapie, Arbeit mit dem inneren Kind, Imagination, Stuhlarbeit, Aufstellungsarbeit
Curriculum Ego-State-Therapie nach Kai Fritzsche
Zentrum für angewandte Psychotraumatologie, aktuell in Ausbildung
Trauma-Psychotherapie ZAP-Wien
Zentrum für angewandte Psychotraumatologie, aktuell in Ausbildung
Ausbildung in EMDR (www.emdr-institut.at)
EMDR Institut Austria
Lehrgang Sexualtherapie (VÖPP)
Seit 2023 in freier psychotherapeutischer Praxis
Psychotherapeutisches Fachspezifikum Verhaltenstherapie (ÖGVT)
Masterstudium Social Work (Sozialarbeit)
Psychotherapeutisches Propädeutikum (ARGE)
Sozialpädagogisches Kolleg (BISOP)
Berufliche Stationen:
Sozialarbeit in psychiatrischer Rehabilitation & sozialpädagogische Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Familien in diversen Einrichtungen
geb. 1989
Das Erstgespräch und jede weitere Sitzung dauern 50 Minuten und kosten jeweils 120 Euro.
Eine Therapieeinheit dauert 50 Minuten. Die Gesamtdauer der Therapie ist individuell unterschiedlich.
Die Sitzungsfrequenz richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf. Manchmal kann eine höhere Frequenz (beispielsweise Exposition) oder eine niedrigere Frequenz sinnvoll sein.
Gesundheitskassen leisten eine Teilrückerstattung (beim Vorliegen einer Diagnose). Private sowie deutsche Versicherungen übernehmen häufig mehr – manchmal auch 100 %.
Aktuelle Zuschüsse / Einzelsitzung:
ÖGK: € 33,70 SVS: € 50,00
BVAEB: € 50,00 KFA: € 39,00v
Ihre Termine sind mir wichtig. Bitte sagen Sie Termine mindestens 24 Stunden vorher ab. Bei kurzfristigen Absagen muss ich leider das volle Honorar berechnen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ich unterliege der gesetzlichen Schweigepflicht (§ 45 Psychotherapiegesetz) – Ihre Daten und Gespräche sind bei mir sicher. Nähere Informationen dazu finden Sie hier: Rechtliches | ÖBVP Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Bitte klingeln Sie erst 5 Minuten vor Ihrem Termin, damit die vorherige Person ihren Termin ungestört abschließen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Telefonseelsorge: 142
Telefonische Begleitung und Unterstützung, rund um die Uhr
telefonseelsorge.at
Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01 313 30
24-Stunden-Notruf für psychosoziale Krisen
sozialpsychiatrischer-notdienst.at
Brunnengasse 24/3
1160 Wien
Österreich
Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte, bewährte und praxisorientierte Form der Psychotherapie. Sie unterstützt Sie dabei, belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen und positiv zu verändern. Der Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt sowie auf dem Einfluss Ihrer bisherigen Erfahrungen auf Ihr aktuelles Erleben.
Gemeinsam erkennen wir alte Muster, entwickeln neue Perspektiven und erarbeiten praktische Strategien, die Sie im Alltag unterstützen. Dabei stehen Ihr persönliches Tempo, Ihre Bedürfnisse und Ihre Mitgestaltung stets im Mittelpunkt.
Traumatherapie bietet einen geschützten, sicheren Raum, um belastende Erfahrungen behutsam zu verstehen und zu verarbeiten.
Belastende Erfahrungen können sehr unterschiedlich sein. Nicht jedes Trauma ist an ein einzelnes extremes Ereignis gebunden – auch wiederholte Grenzverletzungen, emotionale Vernachlässigung oder anhaltender Stress können Spuren hinterlassen. Traumatherapie würdigt diese individuellen Erfahrungen und orientiert sich stets am persönlichen Tempo.
Wobei kann Traumatherapie unterstützen?
Traumatherapie kann hilfreich sein, wenn sich belastende Erfahrungen im Alltag, im Körper oder in Beziehungen bemerkbar machen. Themen können z. B. sein:
Was passiert in der Traumatherapie?
Im Mittelpunkt steht das, was aktuell erlebbar ist – nicht das Erzwingen von Erinnerungen oder das „Aufarbeiten“ um jeden Preis. Traumatherapie arbeitet ressourcen- und stabilisierungsorientiert und legt großen Wert auf Sicherheit, Orientierung und Selbstbestimmung.
Alle therapeutischen Schritte erfolgen in enger Absprache und transparent. Was in der Therapie geschieht, wird gemeinsam besprochen, erklärt und jederzeit anpassbar gestaltet. Tempo, Tiefe und Methoden orientieren sich stets an dem, was sich stimmig und tragbar anfühlt. Pausen, Grenzen und ein Innehalten sind jederzeit möglich.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Verarbeitung belastender Erinnerungen. Durch bilaterale Stimulation (z. B. geführte Augenbewegungen) wird das Gehirn dabei unterstützt, unverarbeitete Erfahrungen neu zu ordnen und emotional zu entlasten.
EMDR wird achtsam, gut vorbereitet und nur dann eingesetzt, wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist. Die Methode ist eingebettet in einen traumasensiblen therapeutischen Prozess und erfolgt stets im individuellen Tempo.
Sexualtherapie ist ein geschützter, urteilsfreier Raum, in dem über Themen rund um Sexualität, Intimität und Nähe gesprochen werden darf – so, wie sie tatsächlich erlebt werden: mit Unsicherheiten, Fragen, Wünschen, vielleicht auch Verletzungen oder Stillstand.
Sexualität ist etwas zutiefst Individuelles. Sie verändert sich mit Lebensphasen, Erfahrungen und Beziehungen – und darf Raum haben, um verstanden, entlastet und neu entdeckt zu werden.
Wobei kann Sexualtherapie unterstützen?
Sexualtherapie kann hilfreich sein, wenn Sexualität belastet, überfordert, schambesetzt oder nicht (mehr) verbunden erlebbar ist – im eigenen Körper oder in einer Partnerschaft. Themen können z. B. sein:
Was passiert in der Sexualtherapie?
Im Mittelpunkt steht das, was Sie selbst erleben – nicht das, was als „normal“ gilt. Sexualtherapie bietet Raum für achtsame Selbsterforschung, für das Verstehen von inneren Mustern, von Verletzlichkeit, Erwartungen und dem Wunsch nach Verbindung.
Dabei geht es nicht nur um „Problemlösung“, sondern oft auch um das Wiederfinden von Selbstvertrauen, Körpergefühl, Lebendigkeit und einem stimmigen Umgang mit Nähe.
Wichtig:
Sexualtherapie ist ein gesprächsbasiertes, therapeutisches Angebot. Es findet ausschließlich auf psychologischer Ebene statt – körperliche Berührung oder medizinische Behandlungen sind kein Bestandteil.
Bei körperlichen Ursachen (z. B. hormonelle Veränderungen oder Schmerzen) kann eine begleitende medizinische Abklärung sinnvoll sein – in enger Abstimmung, wenn gewünscht.
Ja, selbstverständlich.
Ich arbeite verhaltenstherapeutisch und begleite Menschen bei einer Vielzahl psychischer und emotionaler Themen – wie z. B. Depressionen, Angststörungen, Stress, Beziehungskrisen oder Lebensveränderungen.
Sexualtherapie ist ein besonderer Bereich meiner Arbeit, aber nicht Voraussetzung für eine Therapie bei mir.
Viele Personen fragen sich, ob ihre Sorgen „groß genug" sind, um sich therapeutische Unterstützung zu holen – oder ob sie überhaupt eine Therapie brauchen. Mein Herzensanliegen ist: Es gibt kein „zu klein" oder „zu groß". Wenn Sie spüren, dass Sie feststecken, überfordert sind oder sich nicht mehr wohlfühlen, ist das ein wertvoller Anlass, sich Hilfe zu suchen.
Verhaltenstherapie bietet einen sicheren Raum, in dem Sie sich selbst besser kennenlernen und verstehen können. Hier dürfen Sie in Ihrem eigenen Tempo neue Wege entdecken, um Ihr Leben leichter und erfüllter zu gestalten.
Der passende Therapieplatz ist dort, wo Sie sich verstanden, respektiert und sicher fühlen. Die Beziehung zu Ihrer Therapeut:in und das Vertrauen sind entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Es ist ganz normal, wenn es ein paar Termine braucht, bis Sie spüren, ob die Chemie stimmt. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen oder einen Erstkontakt zu nutzen, um herauszufinden, ob die Therapieform und die Person zu Ihnen passen.
Sie erhalten einen geschützten Raum, um Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen achtsam zu erforschen. Gemeinsam entdecken wir, welche Muster Sie stärken und welche Sie belasten.
Sie lernen praktische Strategien, um Herausforderungen leichter zu meistern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Veränderung braucht Zeit, Geduld und Ihre aktive Mitarbeit – Sie sind dabei nicht allein. Ich begleite Sie Schritt für Schritt mit Respekt und Wertschätzung.
Manchmal gibt es Phasen, in denen Therapie herausfordernd wirkt oder Sie das Gefühl haben, nicht voranzukommen. Das ist ganz normal.
In solchen Momenten ist es wichtig, offen darüber zu sprechen. Gemeinsam schauen wir, was Sie blockiert und wie wir den Prozess anpassen können. Manchmal helfen neue Methoden, eine Pause oder ein Perspektivwechsel.
Ihr Wohlbefinden steht immer im Mittelpunkt – gemeinsam finden wir Wege, Sie bestmöglich zu unterstützen.
Der Begriff Neurodivergenz beschreibt eine Vielfalt an neurologischen und kognitiven Verarbeitungsweisen, die von der gesellschaftlich als „typisch“ geltenden Norm abweichen. Dazu zählen unter anderem Autismus-Spektrum-Ausprägungen, ADHS, AuDHD, Tic-Störungen, Lernunterschiede und sensorische Verarbeitungsbesonderheiten. Diese Unterschiede sind Teil menschlicher Vielfalt.
Im weiteren Sinne werden auch Erkrankungen wie bspw. Depression, Zwangsstörungen oder Bipolare Störung unter Neurodivergenz gefasst, da auch sie mit besonderen neurologischen Veranlagungen verbunden sein können.
Wie kann Psychotherapie Personen mit ADHS, Autismus & AuDHD unterstützen?
Ziel einer psychotherapeutischen Begleitung ist:
Eine informierte, neurodivergenzsensible Psychotherapie sieht nicht die „Norm“ als Ziel – sondern das, was für Sie hilfreich ist.
Informationen basierend auf Therapie-Tools Störungsmodelle in der Verhaltenstherapie von Jutta Heßler-Kaufmann und Peter Neudeck (2020).
Panikattacken sind plötzlich auftretende, sehr intensive Angstreaktionen, die oft ohne erkennbaren Auslöser entstehen. Sie erreichen innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und gehen mit heftigen körperlichen und seelischen Symptomen einher. Obwohl medizinisch harmlos, werden sie von betroffenen Personen als äußerst bedrohlich erlebt. Typische Symptome einer Panikattacke sind Herzrasen, Zittern, Atemnot, Schweißausbrüche, Enge in der Brust, Schwindel oder das Gefühl der Unwirklichkeit. Auch die Angst, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben, ist häufig.
Wann spricht man von einer Panikstörung?
Wenn Panikattacken wiederholt auftreten und betroffene Personen eine ständige Angst vor der nächsten Attacke entwickeln, spricht man von einer Panikstörung. Diese geht oft mit sogenannter Erwartungsangst einher – alltägliche Situationen werden zunehmend vermieden aus Sorge, dort eine Panikattacke zu erleben.
Agoraphobie ist die Angst, sich an Orten zu befinden, an denen eine Flucht schwierig wäre oder im Notfall keine Hilfe erreichbar scheint. Sie kann mit oder ohne Panikattacken auftreten. Die Angst bezieht sich typischerweise auf Situationen wie Menschenmengen, Kaufhäuser, öffentliche Verkehrsmittel oder das Alleinsein außerhalb der eigenen Wohnung. Diese Situationen werden entweder vermieden oder nur unter großer Angst und mit Sicherheitsstrategien ertragen.
Bei sozialen Ängsten (früher sozialen Phobie) haben betroffene Personen eine intensive Angst davor, im Mittelpunkt zu stehen oder negativ beurteilt zu werden. Die Angst vor Blamage oder Versagen ist stark ausgeprägt. Bereits alltägliche soziale Situationen wie Gespräche, Essen in der Öffentlichkeit oder Vorträge können massive Angstsymptome wie Zittern, Schwitzen oder sogar Panikattacken auslösen.
Spezifische Phobien beziehen sich auf klar abgegrenzte Auslöser wie die Angst vor dem Erbrechen (Emetophobie), Tiere, Blut, Spritzen, Fahrstühle oder das Fliegen. Die Angstreaktionen treten unmittelbar auf und werden als übertrieben oder irrational erlebt – trotzdem vermeiden betroffene Personen diese Situationen oder ertragen sie nur unter starker Belastung.
Betroffene Personen mit einer generalisierten Angststörung leiden unter anhaltenden, übermäßigen Sorgen – etwa um Gesundheit, Arbeit oder Zukunft. Diese Sorgen sind schwer zu kontrollieren und gehen oft mit körperlicher Anspannung, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen einher.
Hier steht nicht ein tatsächliches körperliches Leiden im Vordergrund, sondern die starke Angst, schwer krank zu sein. Trotz medizinischer Abklärung bleibt das Gefühl der Bedrohung bestehen. Betroffene Personen achten übermäßig auf ihren Körper, suchen häufig Rückversicherungen oder vermeiden ärztliche Kontakte aus Angst vor einer schlimmen Diagnose.
Psychotherapie kann betroffenen Personen helfen, ihre Ängste besser zu verstehen: Woher kommen sie? Was hält sie aufrecht? Wie lassen sie sich regulieren? In einem sicheren therapeutischen Rahmen können angstbesetzte Situationen langsam erkundet und schrittweise bewältigt werden – oft entstehen dabei korrigierende Erfahrungen, die neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Umgang mit belastenden Gedanken – etwa dem Erkennen und Hinterfragen von Katastrophenphantasien – sowie dem Sichtbarmachen von inneren Stressmustern und erlernten Bewältigungsstrategien. Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit zu stärken, einen hilfreichen Umgang mit der Angst zu entwickeln und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Informationen basierend auf: Wunderer, E. (2019). Therapie-Tools Essstörungen. In :. Beltz.
Anorexia nervosa ist eine psychisch bedingte Essstörung, bei der Betroffene stark an Gewicht verlieren – durch Fasten, übermäßigen Sport, Erbrechen oder den Missbrauch von Abführ- oder Entwässerungsmitteln. Trotz des Untergewichts besteht eine intensive Angst zuzunehmen. Betroffene empfinden sich als „zu dick“ und machen ihren Selbstwert stark von Gewicht, Figur und Kontrolle über das Essverhalten abhängig.
Welche körperlichen Folgen hat Anorexie?
Anorexie kann zu hormonellen Veränderungen führen: Bei Mädchen und Frauen bleibt die Regelblutung aus, bei männlichen Betroffenen kommt es zu Libido- und Potenzverlust.
Kommen bei Magersucht auch Essanfälle vor?
Ja. Da sich Betroffene viele Lebensmittel verbieten, kann es zu Heißhungeranfällen kommen. Diese werden oft durch Erbrechen, Sport oder Abführmittel kompensiert – ähnlich wie bei der Bulimie.
Bulimie ist durch wiederkehrende Heißhungeranfälle und anschließende kompensatorische Maßnahmen (z. B. Erbrechen, Medikamente, exzessiver Sport) gekennzeichnet. Viele Betroffene haben zuvor an Anorexie gelitten. Trotz normalem Körpergewicht leiden sie unter einer sehr negativen, oft verzerrten Körperwahrnehmung.
Was passiert bei einem Essanfall?
Während eines Anfalls nehmen Betroffene große Mengen an Nahrung zu sich, meist solche, die sie sich sonst verbieten (fettreich, zuckerhaltig). Sie empfinden dabei Kontrollverlust und schämen sich oft für ihr Verhalten.
Was ist Sportbulimie?
Bei der sogenannten „Sportbulimie“ verzichten Betroffene auf Erbrechen oder Medikamente und versuchen stattdessen, die aufgenommenen Kalorien durch exzessives Training zu kompensieren.
Die Binge-Eating-Störung ist ebenfalls von Essanfällen geprägt, jedoch ohne anschließende Gegenmaßnahmen. In der Folge nehmen Betroffene häufig deutlich zu. Die Essanfälle dienen oft als kurzfristiger Umgang mit Stress, Frustration oder Druck und werden im Nachhinein als beschämend erlebt.
Atypische Essstörungen erfüllen nicht alle klassischen Diagnosekriterien, sind aber dennoch behandlungsbedürftig. Beispiele:
Mehr als die Hälfte der klinisch relevanten Essstörungen fallen in diese Kategorie.
Informationen basierend auf: Fassbinder, E., Klein, J. P., Sipos, V., & Schweiger, U. (2015). Therapie-tools depression: mit E-book inside und arbeitsmaterial. Beltz.
Depression ist eine psychische Erkrankung, die durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessen- und Antriebslosigkeit sowie häufig durch körperliche Beschwerden gekennzeichnet ist. Sie beeinträchtigt das gesamte Leben der betroffenen Personen, einschließlich ihrer sozialen Beziehungen und beruflichen Leistungsfähigkeit. Von einer behandlungsbedürftigen Depression spricht man, wenn die Symptome länger als zwei Wochen andauern und den Alltag erheblich einschränken.
Wie zeigt sich eine Depression?
Typische Anzeichen sind anhaltende Traurigkeit, Verlust von Freude, Energielosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, negative Gedanken über sich selbst und die Zukunft, soziale Isolation sowie körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen oder Schmerzen. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Schuldgefühlen und in schweren Fällen auch unter Suizidgedanken. Depressionen sind gut behandelbar, und die meisten Menschen können mit der richtigen Unterstützung wieder gesund werden.
Informationen basierend auf Therapie-Tools Störungsmodelle in der Verhaltenstherapie von Jutta Heßler-Kaufmann und Peter Neudeck (2020).
Was ist Krankheitsangst oder Hypochondrie?
Menschen mit Krankheitsangst haben eine intensive Sorge, an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden – obwohl keine ausreichenden medizinischen Befunde vorliegen. Diese Ängste können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Manche betroffene Personen suchen immer wieder ärztliche Beruhigung, lassen sich regelmäßig untersuchen oder befragen Familie, Freund:innen oder Internetquellen nach möglichen Krankheitsursachen. Andere vermeiden hingegen alles, was mit Krankheit zu tun haben könnte – wie Arztbesuche, Krankenhäuser oder Gesundheitsinformationen –, aus Angst, erneut getriggert zu werden.
Wie äußert sich Krankheitsangst im Alltag?
Betroffene Personen richten ihre Aufmerksamkeit stark auf den eigenen Körper, nehmen harmlose Empfindungen besonders intensiv wahr und interpretieren diese als Anzeichen für eine ernste Erkrankung. Oft wird der Körper regelmäßig abgetastet, der Puls kontrolliert oder andere körperliche Funktionen beobachtet – dieses Verhalten wird als „Bodychecking“ bezeichnet. Die kurzfristige Beruhigung durch ärztliche Abklärung hält meist nicht lange an, bis neue Symptome neue Ängste auslösen.
Gibt es unterschiedliche Formen der Krankheitsangst?
Ja. Während einige Personen eine eher kontrollierende Strategie verfolgen und ständig ärztliche Sicherheit suchen, vermeiden andere jede Auseinandersetzung mit dem Thema Krankheit. Dieses Vermeidungsverhalten kann sich sogar auf sinnvolle Untersuchungen oder soziale Kontakte ausweiten – etwa aus Angst, mit Krankheiten konfrontiert zu werden. Auch Mischformen sind häufig.
Was hilft bei Krankheitsangst?
Eine kognitive Verhaltenstherapie kann sehr wirkungsvoll sein. In der Behandlung geht es darum, die Wahrnehmung von Körpersymptomen realistischer einzuschätzen, Katastrophenphantasien zu hinterfragen, die Aufmerksamkeit von inneren Empfindungen wieder stärker nach außen zu lenken und die eigene Emotionsregulation zu verbessern. Körperliche Schonung wird meist schrittweise reduziert, um wieder Vertrauen in die eigene Belastbarkeit zu entwickeln. Ziel ist es, neue Wege im Umgang mit innerem Stress, Angst und Unsicherheit zu finden – ohne ständige Rückversicherung oder Vermeidung.
Text in Bearbeitung
Informationen basierend auf: Fricke, S. (2021). Therapie-Tools Zwangsstörungen: Mit E-Book inside und Arbeitsmaterial. Beltz.
Zwangsstörungen sind psychische Erkrankungen, bei denen betroffene Personen unter Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder beidem leiden. Obwohl sie wissen, dass die Gedanken oder Handlungen unsinnig sind, können sie sich ihnen kaum entziehen.
Was sind Zwangsgedanken?
Zwangsgedanken sind aufdringliche, wiederkehrende Gedanken, Vorstellungen oder Impulse. Sie lösen unangenehme Gefühle wie Angst, Ekel oder Unbehagen aus und widersprechen meist der eigenen Meinung. Sie erscheinen betroffenen Personen fremd oder abstoßend.
Was sind Zwangshandlungen?
Zwangshandlungen sind übertriebene oder sinnlose Handlungen oder Rituale, die betroffene Personen kaum unterdrücken können. Sie dienen meist dazu, die durch Zwangsgedanken ausgelösten unangenehmen Gefühle zu verringern.
Gibt es verschiedene Arten von Zwängen?
Ja. Es gibt z. B. Waschzwänge, Kontrollzwänge, Ordnungszwänge, Symmetriezwänge und Zwangsgedanken mit aggressivem oder sexuellem Inhalt. Viele betroffene Personen vermeiden bestimmte Situationen oder Orte, um Zwangshandlungen zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zu gewöhnlichem Verhalten?
Auch gesunde Personen kennen ähnliches Verhalten. Der Unterschied: Diese leiden nicht darunter, fühlen sich nicht eingeschränkt, und das Verhalten kostet weniger Zeit. Bei einer Zwangserkrankung ist das anders.
Was hilft gegen Zwangsstörungen?
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